Wissenschaftstag 2018

 

„Brückenschlagen“ ins universitäre Studieren

 

Nachdem die Leibnizschule 2016 anlässlich des Leibniz-Jahres zum ersten Mal einen Wissenschaftstag für die Q3 veranstaltet hatte, hat sich dies mit der diesjährigen dritten solchen Veranstaltung, wie man nun wohl hoffen darf, als Tradition etabliert.

Veranstaltet wird dieser Projekttag, an dem Univeritäts-ProfessorInnen Vorträge für Schüler halten, in Zusammenarbeit mit dem an der Goethe-Universität Frankfurt angesiedelten Projekt „Brückenschlagen“, geleitet von Rainer Gläsel, in dessen Biographie sich schulisches und universitäres Lehren verbinden.

Die Schüler konnten je zwei aus vier Themen wählen, zu denen sie sich einen Vortrag anhören und in der nachfolgenden Diskussion auch weiterführende Fragen stellen konnten.

 

Der Vortrag von Frau Prof. Dr. Claudia Büchel, die insbesondere auch den SchülerINNEN vor Augen führte, dass selbst die Naturwissenschaften in den Universitäten längst nicht mehr wie früher noch eine klare Männerdomäne sind, behandelte beispielsweise die Frage, wie Pflanzen mit wechselhaften Lichtintensitäten zurechtkommen. Im Fokus standen dabei molekulare „Schalter“ in den sogenannten Lichtsammelfallen, die bei der Photosynthese für die Energieaufnahme zuständig sind.


 

Jungen und Mädchen hängen der Professorin vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an den Lippen,...
...obwohl sie über molekulare Mechanismen der Photosynthese spricht, ein Angstthema vieler SchülerInnen...
Offenbar ist es ihr aber gelungen, mehr als nur einen MOLEKULAREN Schalter umzulegen...! ;-)

 

 

Zur Auswahl standen außerdem ein Vortrag von Prof. Dr. Rainer Grininger über „Resistente Erreger - ein Wettlauf um Leben und Tod“, Prof. Dr. Stehles Vortrag über Chronobiologie zu der Frage: „Wie messen Neurone und andere Zellen die Zeit?“ und bei Prof. Dr. Bruno Deiss eine unter dem Titel „Neues vom Urknall“ firmierende Auseinandersetzung mit der Frage, was sich über das Wesen und die Entwicklung des Universums sagen lässt und was künftigen Forschergenerationen in diesem Feld noch zu tun bleibt.

 

 

Prof. Deiss aktivierte die neugierigen Zuhörer selbst, etwa hier durch einen Schülerbeitrag zur Rotverschiebung,...
...und bewies, dass Wissenschaftler weit mehr als Erbenszähler sind, sondern selbst dann, wenn sie sich mit Rosinen beschäftigen, mitunter Fragen kosmischen Ausmaßes zu klären vermögen,...
...von denen aber noch so viele unbeantwortet sind, dass für die Generation der heutigen Schülerschaft noch unzählige Forschungsthemen übrig bleiben...

 

Alles in allem war dieser (auf Seiten der Schule von Frau Corlija organisatorisch betreute) Wissenschaftstag eine bereichernde Abwechslung des schulischen Alltags, bei der sichtlich beide Seiten sich an dem regen Austausch im Zuge der Wissensvermittlung und -diskussion erfreuten.

 

 

Auf dem Gruppenbild mit Damen von links nach rechts: Frau Corlija, Frau Prof. Dr. Claudia Büchel, Herr Prof. Dr. Martin Grininger, Herr Prof. Dr. Jörg Stehle, Herr Prof. Dr. Bruno Deiss sowie Projektleiter Rainer Gläsel.

 

Wir danken den Referenten für ihre interessanten Vorträge und freuen uns schon auf die Fortführung dieser Tradition im nächsten Jahr...

 

 

 

(Blu)