Wir wollen wissen, wer der Täter war...

 

Sherlocks Holmes' Fall "Der Hund der Baskervilles" als Live-Hörspiel an der Leibnizschule

 

 

Ein Livehörspiel - eine Mischung aus Lesung und Theater - zu inszenieren, erfordert, wenn es gut gemacht und dazu akkurat organisiert sein und gleichzeitig kreativen Entfaltungsspielraum bieten soll, großen Aufwand. Den scheuten die zahlreichen Beteiligten glücklicherweise nicht, sondern ließen sich von den hohen Anforderungen anspornen und bescherten der Leibnizschule damit ein bislang einmaliges Event.

 

 

 

Bereits im Februar starteten die organisatorischen Absprachen, es folgten Workshop-Module zur Einführung in die beteiligten Kunstgattungen, in Arthur Conan Doyles Werk um den meisterdetektiv Sherlock Holmes, in Dramaturgie, Inszenierung und Technik des Hörspiels und speziell des Livehörspiels.

 

Für die Technik zuständig war - unter der Leitung von Melissa Quang (9a G8) - die von Herrn Stottmeier betreute Technik-AG der Leibnizschule in Zusammenarbeit mit den Medientechnik-Berufsschülern der Friedrich-Ebert-Schule Wiesbaden.

 

 

 

 

Sie sorgten für die optimale akustische Aussteuerung ebenso wie für eine stimmungsvolle Beleuchtung.

 

Die an Conan Doyles Werk angelehnte Vorlage stammt von Klaus Krückemeyer und Helmer Hein, die - unter der Schirmherrschaft des Hessischen Rundfunks gemeinsam mit weiteren professionellen Schauspielern - die verschiedenen Rollen sprachen - und durchaus dabei auch mimisch und gestisch spielten. Man konnte Holmes und Watson und den anderen Figuren also bei der Aufklärung des Falls zusehen - oder auch nur zuhören, wenn man die Augen schloss.

 

 

 

 

Dafür, dass beim reinen akustischen Genuss des Stückes die Atmosphäre stimmte, steuerte ein professioneller Geräuschemacher den passenden Klangteppich für den akustischen Hintergrund bei.

 

 

 

 

Herr Stottmeier schrieb - wieder einmal! - eigens Musik für diese AUfführung, die von Mitgliedern des Schulorchesters und des Unterstufenchors vorgetragen wurde.

 

Dabei variierte Herr Stottmeier den von ihm zu unserem Schulmotto komponierten Leibniz-Song "Wir wollen's wissen" zu einem thematisch passenden "Wir wollen wissen, wer der Täter war", dessen Vortrag zugleich einen Umbruch in der Inszenierung markierte.

 

 

 

 

Hatten bis dahin die professionellen Schauspieler den vorgegebenen Text dargeboten, wechselten nun die Darsteller/Sprecher: SchülerInnen der von Herrn Kegler geleiteten Musical-AG der Leibnizschule präsentierten nun (im wörtlichen wie im übertragenen Sinne) spielend vortragend ein alternatives Ende. Sie hatten es selbst verfasst, anders als die "alternative facts" gewisser Politiker war aber dieses Ende nicht weniger überzeugend und plausibel als das der Vorlage. So bot diese Auffährung nicht nur ästhetisch, sondern selbst inhaltlich auch für eingefleischte und "allwissende" Holmes-Fans etwas Neues, Niedagewesenes, garantiert "Unerhörtes"!

 

 

 

 

Es war eine spannende, darstellerisch und technisch außerordentlich professionell inszenierte Aufführung, die Lust auf mehr macht - und dafür aber die Messlatte bereits ungemein hoch gelegt hat...

 

Wer das nicht gesehen/gehört hat, hat echt etwas verpasst!!!

 

...und wird leider nie erfahren, wer denn nun der Täter war... ;-)

 

 

 

(Blu)