"Demokratie leben"


Jugendfachtag an der Leibnizschule zum Thema Demokratie



Die Partnerschaft für Demokratie Offenbach am Main und das Kinder- und Jugendparlament veranstalteten am 13. Juni 2017 einen Fachtag zum Thema "Demokratie leben". Dabei setzten sich die SchülerInnen in verschiedenen Workshops, in die sie sich zuvor hatten einwählen können, mit verschiedenen lebenspraktischen Aspekten der Demokratie auseinander, wie sie sie in ihrem Alltag erleben.


Eröffnung des Fachtages durch Schulleiter Dombrowski, Bürgermeister Peter Schneider und die eigentlichen Organisatoren, u. a. das Kinder- und Jugendparlament...



Den Pressebericht der Geschäftsstelle Kommunale Prävention des Offenbacher Ordnungsamtes, die städtischerseits für diesen Fachtag zuständig war, findet sich unter folgendem Link:
https://www.offenbach.de/rathaus/Rathaus-aktuell/pressemeldungen-juni/pressemeldungen-KW_25/p2ordnungsamt-jugendfachtag21.06.2017.php

Im Folgenden sollen ein paar Schülerstimmen zu Wort kommen, die von den Erfahrungen der Teilnehmer berichten:

 


(Blu)




 

 

Workshop „Rechtspopulismus - Argumentieren für Demokratie“ des Peernetzwerks Jetzt

 


In dem Workshop „Rechtspopulismus - Argumentieren für Demokratie“, geleitet von der Organisation Peernetzwerk Jetzt, ging es darum, welche Möglichkeiten es gibt, auf sogenannte Stammtischparolen von Rechten zu reagieren und wie man gegen sie argumentieren sollte. Dafür wurden uns zuerst als Grundlage der Aufbau von Argumenten und verschiedene Arten von Argumentationen vorgestellt. Später wurden diese dann praktisch in Rollenspielen umgesetzt.

Auch Vorurteile waren ein Thema, da die meisten Stammtischparolen nur auf Vorurteilen basieren. Jeder Mensch hat Vorurteile, um sein Gegenüber einschätzen zu können und sich nicht Gefahr zu begeben, aber man muss sich bewusst sein, dass es eben nur Vorurteile sind, die keineswegs stimmen müssen.

Insgesamt fand ich den Workshop ziemlich interessant, weil man die Argumentationskenntnisse auch auf andere Themengebiete anwenden kann und es immer hilfreich ist, seinen Standpunkt erfolgreich vertreten zu können - auch gegen Rechtspopulisten.


(A. Schwarzwälder (9aG8))

 

 


 

 

Workshop "Freiheit VS Sicherheit"



Im Workshop "Freiheit VS Sicherheit" ging es um die Frage, wie viel Sicherheit die Freiheit aushalten kann oder besser formuliert: "Wie sehr wir die Freiheit einschränken können um Sicherheit zu gewährleisten?" [Zusammen wurde erarbeitet, was denn genau diese Begriffe "Sicherheit" und "Freiheit" bzw. auch "Unsicherheit" und "Was kann die Freiheit gefährden" für jeden einzelnen von uns bedeutet, (Es kamen neben Antworten wie "Donald Trump", "Französisch" und "Jannis als Rechtsverteidiger" meist "Angst haben", "Keine Rechte" und "Machen was ich will" raus (Kommentar: Es kam noch viel viel mehr raus, ich habe nur das meiste schon wieder vergessen und das war das einzige woran ich mich noch Erinnern konnte)] Im Workshop haben wir [dann schließlich] ein Planspiel gemacht (/durchgeführt, aber durchgeführt klingt zu erwachsen). ein Planspiel ist praktisch bloß eine Art Rollenspiel, bloß mit wichtigeren Themen, in diesem Fall Politik, umgenauer zu sein: der Flüchtlingskrise und "ausartende" Demonstrationen (in einer kleinen 3000-Menschen-Kommune wurde demonstriert gegen das Unterbringen von 60 Flüchtlingen. Dabei wurde ein Flüchtlingslager angezündet, wobei zwei Menschen (ich glaube es waren auch Flüchtlinge) mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht und dem Bürgermeister, der die Aufnahme der Flüchtlinge unterstützt, und seiner Familie wurden Morddrohungen geschickt, teilweise auch direkt vor dem Haus des Bürgermeisters demonstriert, bis dieser schließlich abtritt, weil ihm alles zu viel wird.) Dabei wurden eine Diskussion nachgestellt zwischen Parteien, die an den echten im Bundestag vertretenen Parteien angelehnt sind. Letztendlich sollte ein Statement aller Parteien zu diesem Fall zusammengestellt werden. Das war ziemlich schwierig, weil sich die Parteien einfach nicht einig wurden und schlussendlich unter Zeitdruck per Abstimmung ein mehr oder weniger annehmbares Statement herauskam.


(M. Quang (9aG8))

 

 

 


 

 

Workshop "(K)eine Glaubensfrage?" der Bildungsstätte Anne Frank.



In dem Workshop "(K)eine Glaubensfrage?", welcher von der Bildungsstätte Anne Frank, amDemokratie-Tag in der Leibnizschule, ausgerichtet wurde, ging es um Religionsfreiheit und ob diese wirklich so vorhanden ist, wie es eigentlich sein sollte, und ob der Glauben eines Menschenmanchmal nicht doch noch eine Rolle spielt.

Es wurde mit einem Brainstorming zum Thema Religion begonnen, das heißt jeder hat einfachirgendwelche Begriffe, die er mit Religion verbindet, genannt. Da fielen dann Begriffe wie Gebetshäuser, Gebetsbücher aber auch die Begriffe Probleme, Politik und Medien wurden genannt (mit der Begründung, dass es zum Beispiel oft auch Konflikte innerhalb einer Religion gibt, aber auch verschiedene Religionen Konflikte miteinender haben können oder auch dass Politik Religion teilweise auch für eigene Zwecke nutzt, z. B. um die Bevölkerung für sich zu gewinnen oder umetwas zu rechtfertigen, und das mithilfe der Medien).

Hiernach wurde über Religionsfreiheit gesprochen, wie genau sie definiert wird, wo sie steht undwer diese schützt. In diesem Zusammenhang wurde der zugehörige Paragraph der UN-Menschenrechtserklärung und des Grundgesetzes gelesen und besprochen.

Danach gab es ein Meinungsbarometer, das heißt es wurden verschiedene Thesen vorgelesen, undje nachdem welcher Meinung man war, sollte man sich dann in die jeweiligen Ecken des Raumes stellen, die entweder "Ja" oder "Nein" bedeuteten.

In dem oben gennanten Brainstorming wurde der Begriff Medien ja bereits genannt und erklärt, dass Medien oft mit zu dem Bild, das man von einer Religion hat beitragen. Deshalb wurde nun eine Medienanalyse durchgeführt. Anhand von drei Titelseiten dreier bekannter Zeitungen sollte nun ermittelt werden, wie genau Medien uns und unser Bild von Religionen beeinflussen können.

Dazu wurde in Partnerarbeit gearbeitet und bestimmte Fragen beantwortet und am Ende wurde nochmal alles besprochen.

Zuletzt gab es noch eine kleine Aufgabe namens "Radio Reality", hierzu wurde wieder in Gruppen gearbeitet. Jede Gruppe bekam einen Text, in welcher über eine Alltagssituation einer Person berichtet wurde, in welcher die Religion der Person zu einem Problem führte. Daraufhin sollte man dazu dann eine Radiosendung nachspielen, in welcher man dann die betroffenen Personen interviewte.

Alles in allem fand ich den Workshop gut strukturiert und durchdacht und sehr infomativ und interessant.

Mir gefiel besonders gut die Vielfältigkeit der Aufgaben und die entspannte Stimmung, die während des Workshops herrschte, sodass es nicht den Anschein von Unterricht er weckte, sondern man wirklich Spaß hatte und man sich wohlgefühlt hat und deshalb lieber und besser mitgemacht hat.



(R. Hasan (9ag8))