Nominiert zum "Theo" in Berlin

Erfahrungsbericht von einem bundesweiten Literaturwettbewerb



Alles fing damit an, dass meine Lehrerin Frau Waldeck mir kurz vor den Weihnachtsferien von dem bundesweiten Literaturwettbewerb, dem Theo, erzählte. Der Theo ist nach dem berühmten Schriftsteller „Theodor Fontane" benannt.

In den Weihnachtsferien schrieb ich den Text zum Thema „Nichts" und schickte ihn per E-Mail ein. Ja, Eure Augen trügen Euch nicht: der 10-jährige Theo hatte sich für das Thema „Nichts" entschieden.

Als der Antwortbrief kam, hatte ich den Wettbewerb schon fast wieder vergessen. Als ich las, dass ich nominiert worden war, freute ich mich wie verrückt!


Liv freut sich (verdientermaßen) über ihre Nominierung...

 


An einem Wochenende im April fuhr ich zu dem Theo-Vorbereitungstreffen nach Berlin. Dort lernte ich 6 der anderen 11 Nominierten kennen. Die restlichen 5 konnten aus verschiedenen Gründen nicht kommen. Ich schloss mehrere Freundschaften, die – hoffe ich – lange halten. Viele der Nominierten hatten schon öfter am Theo teilgenommen und waren sogar schonmal nominiert worden. Bei dem Treffen machten wir Atemübungen mit Ingrid, übten das flüssige Vorlesen und lernten dabei die Geschichten der anderen kennen. Aber natürlich spielten wir auch viele Gemeinschaftsspiele und hatten viel Spaß miteinander.



Liv im Interview.

 


Als dann 2 Wochen später die Lesung war, reiste ich mit meiner Familie wieder nach Berlin. Ich war beeindruckt von dem prunkvollen roten
Rathaus, in dem das Finale stattfinden sollte.


Vor der Lesung stimmten wir uns mit Ingrid ein (Atem-, Sprech- und Lockerungsübungen). Dann ging es los: nach einer schier endlosen Abfolge von Reden verschiedener Leute wurde mein Name aufgerufen und meine (selbstgeschriebene) Vita vorgelesen. Ich war die erste, die ihre Geschichte vortragen sollte, weil ich die jüngste Nominierte war. Wie bei der Generalprobe ging ich vorne auf die Bühne, setzte mich an den Tisch, stellte das Mikrophon ein und fing an. Ich war ganz schön aufgeregt, vor 400 Leuten zu sprechen! Aber zum Glück lief alles gut und als ich dann den Applaus hörte, atmete ich erleichtert auf.

 

 

Liv trägt ihren Text vor.



Leider habe ich den Theo nicht gewonnen, sondern das älteste Mädchen in meiner Altersgruppe. Ich freute mich für sie, denn ihre Geschichte ist nicht nur sehr schön, bewegend und traurig, sondern sie ist auch meine Freundin.



Gruppenbild der Nominierten bei der Siegerehrung.

 


Als Nominierte bin ich aber zu einem Schreibworkshop im August nach Berlin eingeladen

worden, den ich auf jeden Fall mitmachen möchte.
Außerdem verpasse ich dann eine Woche Schule   ;-)

 


Liv B. (5b)