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Frank Stone schafft den perfekten Menschen: Utopie oder Horrorvision?


DS Q2 Tys parodiert mit "Frank Stone" "Frankenstein" und "Schöne neue Welt".

Nach seiner Umbennung von "Frankenstein" in "Frank Stone" schafft der Molekularbiologe zunächst zombiartige Fehlkonstruktionen, die sterben und schnellstens mit der Schubkarre entfernt werden. Doch der Drang nach Unsterblichkeit, perfektem Äußeren und überhaupt vollkommener Glückseligkeit bleiben bestehen, nicht nur bei Frank Stone selbst, sondern auch in seinem Umfeld, das immer wieder mit Wünschen an ihn herantritt. Also forscht er weiter und erreicht zunächst Teilerfolge, darunter Tabletten, die ein vollkommenes Glücksgefühl erzeugen. Dies reicht aber nicht allen. Eine junge Dame erwartet von Stone den perfekten Mann für sie als Partner. Dieser - eine Puppe -steht am Ende blond, muskulös und groß auf der Bühne: Ein goldenes Kalb, welches von allen angebetet wird.

Schon der Kartenvorverkauf in der Pausenhalle war von verstörenden Gestalten begleitet, die auch vor Beginn der Aufführung durch das Publikum wankten. Auch zwischendurch wurden die Grenzen zwischen Publikum und Zuschauern sowie Realität und Fiktion verwischt. "Frank Stone" ist ein Stück, welches auf erschreckende Weise viel aktueller ist als "Frankenstein" und "Schöne neue Welt" es gewesen sind. Eine fulminante Aufführung mit einem großartigen Maiwand Kazimi in der Hauptrolle als Frank Stone. Der große und wohlverdiente Applaus galt nicht nur den jungen Schauspieltalenten, sondern auch Kursleiter Rainer Tyszkiewicz und der Technik-AG von Carlo Stottmeier!