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Präventionstag P.A.R.T.Y. im Sana Klinikum


Wer macht nicht gerne Party? Am 31. Oktober besuchte die 10d von Herrn Meyer das der Leibnizschule benachbarte Sanaklinikum um an der dortigen zweiten Pilotveranstaltung des Präventionsprogramms P.A.R.T.Y. teilzunehmen.
Wie der Name vermuten lässt, hat das Programm sehr wohl mit Feiern zu tun. Allerdings ist P.A.R.T.Y. die Abkürzung für „Prevent Alcohol and Risk-Related Trauma in Youth“. Frei übersetzt geht es also um die Prävention von durch Alkohol und risikoreichen unbedachtem Verhalten verursachten schweren Verletzungen bei Jugendlichen. Um die mitunter schwerwiegenden Veränderungen durch solche Verletzungen den Jugendlichen bewusst zu machen, verbringen Schulklassen wie unsere 10d einen Tag in einer Unfallklinik. Das Ziel des P.A.R.T.Y.-Tages ist es dabei, das Bewusstsein der Teilnehmer zu schärfen damit sie die Folgen des eigenen Handelns besser abschätzen können, so dass aus Spaß und durch einen das Leben schlagartig verändernden Unfall nicht plötzlich bitterer Ernst wird. Don’t Risk Your Fun – wie der Untertitel des Programms verlauten lässt. P.A.R.T.Y. ist ein weltweites Präventionsprogramm und stammt eigentlich ursprünglich aus Kanada. Dort wurde es von einer Krankenschwester ins Leben gerufen, nachdem sie häufig mit schweren Unfällen unter Jugendlichen und deren tragischen Schicksalen durch die verheerenden Folgen konfrontiert worden war.
Ein Vortrag der Polizei verdeutlichte, dass solche Unfälle sehr häufig unter Jugendlichen im Straßenverkehr auftreten, vor allem im Zusammenhang mit Raserei, Ablenkungen durch Smartphones und Medien während der Fahrt, aber auch im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum. Dies betreffe nicht nur Autofahrer, sondern in letzter Zeit auch vermehrt Fahrradfahrer. Vielleicht denkt Ihr mal darüber nach, bevor Ihr demnächst wieder beim Radfahren über Kopfhörer Musik hört oder gar mit dem Handy textet?! Ein dazugehöriger Film führte uns einen solchen Unfall und dessen Folgen sehr drastisch und abschreckend vor Augen, so dass wir mit einem beklemmenden Gefühl in die erste Pause entlassen wurden.
Auf die Vorträge folgte ein Rundgang durch das Klinikum in drei Kleingruppen. So wurde uns ein Rettungswagen von Innen gezeigt und wir interviewten einen der auf dem Fahrzeug eingesetzten Rettungssanitäter. Bei der Besichtigung der Schockaufnahme erfuhren wir von der Zusammenarbeit des Ärzteteams bei der Einlieferung von Schwerverletzten, wenn jede Sekunde zählt. Als sehr nachhaltig erwiesen sich jedoch der Besuch der Intensiv- und der Normalstation des Krankenhauses, denn hier kamen wir mit Patienten in Kontakt. Sehr anschaulich und durch Gespräche erfuhren wir so, wie schnell unüberlegtes Handeln das Leben von einem Moment auf den anderen auf tragische Weise verändern kann.
Nach diesem Rundgang erhielten wir zudem Einblicke in das Berufbild von Pflegern in einem weiteren Interview und konnten mit Orthopäden verschiedene Gehhilfen und Orthesen ausprobieren, so dass wir erfuhren, was es heißt, sich mit diesen bewegen zu müssen und auf andere in der Rehabilitation angewiesen zu sein. Eine weitere Verunfallte berichtete in diesem Zusammenhang von ihrem langen Weg von einem schweren Unfall zurück in ein vermeintlich neues und verändertes Alltagsleben. Sie kämpfte sich durch zahlreiche Operationen und die anschließende Reha zurück in den Beruf, erläuterte dabei jedoch sehr offen, dass sie diesen nun nicht mehr so wie früher ausführen könne.  Ein abschließendes Gespräch mit unserem Gastgeber Herr Dr. Bach, der uns über den Beruf des Arztes und die damit verbundenen Anforderungen berichtete, rundete das Programm ab.
Die Rückmeldungen der Schüler/innen zu diesem Tag bestätigten, dass die Veranstaltung ihnen auf der einen Seite viele neue interessante Einblicke gewährt hat, sie auf der anderen Seite aber auch sehr bewegte:  

- „Ich fand den Präventionstag sehr informativ und hilfreich.“
- „Das Programm war sehr gut organisiert und man hat viel gelernt. Es regte einen zum Nachdenken an.“
-„Ich finde, dass die Exkursion ins Sana Klinikum Offenbach mir sehr die Augen geöffnet hat, denn wir sahen, wie schnell ein Unfall passieren kann und wie Alkoholmissbrauch unsere Zukunft zerstören kann.“
- „Die Prävention hat einen zum bewussteren Leben angeregt. Es war sehr interessant auch mal die Intensivstation kennenzulernen.“
-„Mir gefiel auch der Einblick in den Fachbereich des Krankenpflegers und vor allem des Arztes.“

Das Sana Klinikum ist eine wirklich hervorragend geführte Einrichtung. Schüler/innen, die an den Bereichen Medizin und Pflege interessiert sind, sind gut beraten, hier einmal ein Praktikum zu absolvieren. Wir bedanken uns deshalb bei Frau Stach und Frau Keller für die Organisation dieses  Tages und im Besonderen bei Herrn Dr. Bach und seinem Team für die ausführliche, informative und sehr empfehlenswerte Führung durch das Programm und das Klinikum.  

Meyer/ Bühler/ 10d , Sö