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LS LS EIN LÖWENSTARKES TEAM AHWOO!


Berlin - Wir kommen wieder! Ein Bericht über die LS-Ruderinnen bei JtfO von Florentine Schnurrenberger 7GTK

Im Juni diesen Jahres starteten Tasmia, Francesca, Aleksandra, Nadira und ich zum allerersten Mal in einem Boot zum Landesentscheid für „JtfO“ (Jugend trainiert für Olympia). Wir waren zwar alle Regattaerfahren aber nur die Tatsache, dass wir alle auf der Leibnizschule sind, brachte diese Bootszusammensetzung. Umso größer war die Freude dass wir uns bei dieser Regatta prompt für das Bundesfinale in Berlin qualifizierten. Dies war nicht nur für uns ein sehr schöner Moment.

JtfO ist die Weltgrößte Schulsportveranstaltung der Welt – und wir nun mittendrin anstatt nur dabei.

Gemeinsam mit Herrn Meyer, Frau Hartmann und unserem Trainer Herrn Türsan starteten wir am Sonntag, den 23.09.2018 unsere Reise mit dem Sonderzug „Olympia“ von Frankfurt nach Berlin. Der Zug war hauptsächlich für die Landessieger Hessen gestellt worden, so trafen sich z.B. noch Fußballer, Schwimmer, Leichtathleten, etc. in diesem Zug an.

Jedes Bundesland wurde mit einer Jacke oder einem Pullover ausgestattet, für Hessen gab es eine rot-weiße Jacke. Keine Frage, natürlich hatte Hessen -also WIR- die schönsten Jacken!

Nach der Akkreditierung am Berliner Hauptbahnhof ging es kurz ins Hotel, um anschließend von der hessischen Delegation in der Landesvertretung empfangen zu werden. Der Raum hätte nicht mehr Teilnehmer aufnehmen können, er platzte fast aus allen Nähten. Es gab eine Ansprache, wir durften unsere Teams vorstellen und anschließend gab es sogar noch ein kleines Buffet. Endlich! Wir waren so hungrig. Geschmeckt hat es auch J.

Am Montag, den 24.09.2018 stand uns der Tag zum Trainieren frei. Wir fuhren mit der S-Bahn und der Straßenbahn nach Berlin-Grünau. Auf der Olympiaregattastrecke sollten unsere Rennen stattfinden. An diesem Tag war es ziemlich windig und kalt. „Typisches Wikinger-Wetter“, scherzten wir noch. Kaum auf dem Wasser wurde uns schnell klar, dass hier andere Bedingungen zum Rudern herrschten. Wir waren nicht auf unserem Main. Aber nach anfänglichen Schwierigkeiten kamen wir doch relativ schnell in unseren gewohnten Rhythmus. Unsere Steuerfrau Tasmia hatte an dem Tag am meisten zu kämpfen. Im Boot liegend, bei Wellengang, Nässe und Kälte hielt sie unser Boot tapfer auf Kurs. Nachdem wir die Strecke 4-mal rauf- und runtergefahren sind, waren wir froh uns ins Trockene und Warme begeben zu können.

Dienstag, der 25.09.2018

Erstes Rennen – Vorlauf: Entweder wir schaffen den ersten oder zweiten Platz – oder – ab dem dritten Platz müssen wir an einem der Hoffnungsläufe teilnehmen.

Um 11:15 Uhr ging es für uns aufs Wasser, noch einmal testen, ob alles für das Rennen bereit ist, zum Start fahren. Pünktlich um 11: 30 Uhr hieß es dann: „Achtung! Los!“ Unsere Skulls glitten durchs Wasser und unser Boot nahm seinen Kurs auf. Angefeuert durch Tasmia, gewillt unsere Gegner zu schlagen, kamen wir als zweites Boot hinter Hannover ins Ziel und qualifizierten uns direkt fürs Halbfinale.

Tolles Gefühl!

Neben normalen Schulen kamen unsere Gegner auch von Sportschulen, wo mehrmals täglich trainiert wird. Das hat uns aber nicht eingeschüchtert, denn auch wir können was, sind schließlich Hessenmeister.

Mit dem Einzug ins Halbfinale waren wir sehr zufrieden. Den Rest des Tages hatten wir zur freien Gestaltung. Es ging für uns in die City. Berlin hat so viele schöne Ecken und noch viel mehr Geschichte zu bieten. Wir standen vor dem Brandenburger Tor, besuchten das stille Museum, standen vor dem großen Fernsehturm. Aber wir hatten nicht viel Zeit, noch schnell ein Foto vom Reichstag, ein Gruppenfoto von uns und anschließend zurück ins Hotel.

Mittwoch, der 26.09.2018 war unser großer Tag. Erst galt es, das Halbfinale mit den Plätzen 1 oder 2 zu belegen, um sich direkt für das A-Finale zu qualifizieren. Unser Halbfinale startete bereits um 9:30 Uhr. Wieder hieß es: „Achtung! Los!“ und wieder glitten unsere Skulls durchs Wasser und wieder fuhr unser Boot. Dieses Mal hatten wir andere Gegner. Es lief für uns wirklich gut, wir standen auf dem zweiten Platz, wenn uns nicht eine Minisekunde vor dem Ziel das dritte Boot eingeholt hätte. Wir haben gemeinsam gekämpft und alles gegeben, aber kurz vor dem Ziel war das andere Boot einfach schneller. Wir fuhren ganz knapp den dritten Platz ein, haben den Einzug für das A-Finale nur knapp verpasst und standen nun im B-Finale.

Im Sport ist kein Moment wie der andere. Für uns war es auch noch nicht vorbei. Nach einer Pause und noch einmal Kräfte sammeln, ging es für uns um 12:20 Uhr erneut aufs Wasser um Pünktlich zum Start um 12:35 Uhr da zu sein.

Ein letztes Mal kam das Kommando „Los!“.

Das zweite Rennen (jeweils immer eine Strecke von 1000 m) an diesem Tag galt es zu gewinnen. Jede Bewegung saß, wir hatten unseren Rhythmus und unsere Geschwindigkeit –UND… unsere Gegner. Wieder standen wir auf dem zweiten Rang und wieder wurden wir vom dritten Boot überholt. Vielleicht war es dieses Mal sogar eine halbe Bootslänge?!! Wir haben alles gegeben und mussten uns neidlos eingestehen, dass unsere Gegner diesmal stärker waren.

An dieser Stelle noch einmal von uns an die Sieger – herzlichen Glückwunsch.

Für den Abend stand die Siegerehrung mit anschließender Disko in der Max-Schmeling-Halle an.

Das olympische Feuer wurde von Marcel Hacker (Weltmeister im Rudern) entzündet, es wurde die deutsche Nationalhymne gesungen und alle Sieger geehrt. Abgerundet wurde diese Veranstaltung mit einer Disko. Alle haben gemeinsam gefeiert, ob Medaillenträger oder nicht, denn im Sport gibt es keine Verlierer!

Voller Eindrücke, schöner, lustiger Momente ging es für uns am Donnerstag, den 27.09.2018 mit dem Olympiazug in der 1. Klasse nach Hause.

Es ist uns eine große Ehre gewesen, Euch, unsere Schule, Offenbach und Hessen zu vertreten.

LS LS EIN LÖWENSTARKES TEAM AHWOO!

Florentine Schnurrenberger 7GTK

Stellvertretend für das ganze Team bestehend aus Nadira Victoria Friedrich, Francesca Hartmann, Tasmia Talukder und Aleksandra Choroszucha und mir.

(Sö)