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Leibnizschule in Offenbach ist „Deutsche Schachschule“


Schach taugt zur Zeit in Deutschland für Schlagzeilen: In Berlin ging Ende März das große Kandidatenturnier für die Weltmeisterschaft zu Ende, in dem der nächste Gegner des Weltmeisters gekürt wurde. Mit Spannung wurde anschließend verfolgt, wie Fabiano Caruana beim Grenke Chess Classic in Baden Baden auf Magnus Carlsen Calsen traf, wo zehn Großmeister der Extraklasse gegeneinander antraten. Zeitgleich siegte dort im Grenke Chess Open mit fast 1500 Teilnehmern sensationell der erst 13jährige Vincent Keymar. Er ist zur Zeit der Star des deutschen Schachsports.

 

Doch auch an der Leibnizschule in Offenbach wird Schach groß geschrieben und den großen Vorbildern nachgeeifert: Im Rahmen des Finales des Hessischen Schulschach Mannschaftswettbewerbes in Herborn am 20.3.2018 wurde das Offenbacher Gymnasium mit dem Qualitätssiegel „Deutsche Schachschule“ der Deutschen Schachjugend ausgezeichnet.

 

Der Hessische Schulschachreferent Simon Martin Claus überreichte den in fünf Mannschaften angereisten SchülerInnen, ihrem AG-Leiter und Internationalem Meister Stefan Solonar, der Schachkoordinatorin der Leibnizschule Sabine Grasmück-Werner sowie ihrem Unterstützer Udo Lanz von der VSG 1880 Offenbach e.V. feierlich eine große Plakette für ihr Schulgebäude.

 

„Die Leibnizschule leistet vorbildliche Arbeit in Sachen Schach: Sie verfügt über zwei AGs, eine hervorragende Ausstattung mit Schachmaterialien und Spielgelegenheiten für ihre Schülerinnen und Schüler. Sie organisiert und nimmt regelmäßig mit mehreren Mannschaften an zahlreichen Schachturnieren teil. Dabei werden alle Kinder, die Interesse an Schach zeigen, gefördert.“ lobte Claus. Er hob hervor, dass die Schule die 9 Qualitätskriterien der Deutschen Schachjugend für das Siegel sehr überzeugend erfüllt.

 

Auch die Schachkoordinatorin der Schule freute sich: „Diese Auszeichnung ist ein großer Ansporn für uns. Schach macht nicht nur unseren Schülern unheimlich viel Spaß, es ist auch ein tolles pädagogisches Mittel, um Konzentrations- und Denkvermögen, Teamgeist und Selbstbewusstsein der Kinder zu fördern – und das über manchmal vorhandene sprachliche Hürden hinweg.“

 

In der bunten Großstadt Offenbach mit vielen bildungsfernen Familien erweist sich Schach als Sportart, die alte und junge, arme und reiche und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund nachhaltig zusammen bringt. Auch Udo Lanz, Jugendleiter des Offenbacher Schachvereins und AG-Leiter an mehreren Schulen ist überzeugt: „Von dem guten schulischen Schach-Angebot an einigen Offenbacher Schulen und unseren nun zwei Offenbacher „Deutschen Schachschulen“ und unserer „Schach-Kita“ profitiert unser Verein in Form von vielen neuen jungen Mitgliedern. Es hat sich eine sehr schöne und ergiebige Partnerschaft zwischen den Schulen und unserem Schachverein entwickelt, die wir weiter hegen und pflegen wollen.“

 

Dass diese Bemühungen Früchte tragen, zeigten auch die jüngsten Turniererfolge der Leibnizschule: Im Februar hatte sie erstmals Deutschlands zweitgrößtes Schulschachturnier „Hibbdebach-Dribbdebach“ in Frankfurt gewonnen. Beim Finale der Hessenmeisterschaft in Bad Hersfeld im März wurde sie Vizehessenmeister in der WK 4 und darf damit zum zweiten Mal in Folge an der Deutschen Schulschach Meisterschaft im Mai in Bad Homburg teilnehmen, die unter der Schirmherrschaft des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. R. Alexander Lorz steht. Außerdem erreichte sie in der U14-Mädchenwertung den zweiten und in der Offenen Wertungsklasse den zweiten, siebten und achten Platz. Entsprechend fröhlich und motiviert zogen die SchülerInnen auf der Rückfahrt von Bad Hersfeld ihr Fazit: „Hier wollen wir nächstes Jahr auch wieder hin!“

 

Neben der Wilhelm-Neuhaus-Schule und der Gesamtschule Obersberg in Bad Hersfeld sowie der Offenbacher Erasmus-Grundschule ist die Leibnizschule erst die vierte hessische Schule, der diese Auszeichnung zuteil wird.

 

GW/Sö